Fragen, was der Nutzer beitragen kann
Do Hit gibt dem künftigen Besitzer eine ungewöhnlich weitreichende Rolle. Stahl-Ausgangsvolumen und geformter Endzustand lassen ein Konzept zu verschiedenen Einzelobjekten werden. SFMOMAs Künstlerseite nennt den niederländischen Designer Marijn van der Poll, geboren 1973, neben Do-Hit-Werken in der Sammlung.1
Das Interesse reicht über einen überraschenden Stuhl hinaus. Beteiligung verändert das Verhältnis von Entwurfsvorschlag und fertigem Objekt. Welche Entscheidungen muss der Designer treffen und welche können für jemand anderen offenbleiben?
Neugier an den Arbeitsplatz tragen
Ahrends Designerbericht ordnet Do Hit der Studienzeit zu und nennt den Abschluss 2002. Jetstream beschreibt er als Schreibtisch in Form eines Flugzeugflügels und Kaigan als Stuhl, angeregt von einem nostalgischen Strandstuhl.2 Das Profil reicht damit über das bekannte partizipative Objekt hinaus.
Ein Arbeitsplatzprodukt begegnet Menschen anders als ein individuell geformter Stuhl. Vertraute Assoziationen bieten weiterhin einen Anfang, müssen jedoch zu Möbeln in einer gemeinsamen Umgebung werden. Der Firmenbericht folgt dieser Bewegung zwischen markanter Idee und praktischem Produktkontext.

Eine Methode trägt verschiedene Ergebnisse
Ahrend erwähnt bei Jetstream einen Good Design Award 2008.2 Eine Auszeichnung ist ein Punkt in der Rezeption eines Produkts, nicht automatisch dessen erstes Entwurfsjahr. Diese Trennung lässt der Entwicklung Raum, statt alles auf ein Datum zu verdichten.
Die nützliche Kontinuität liegt in der Offenheit für Anregungen vertrauter Dinge. Ein Stahlkasten kann zur Beteiligung einladen; Arbeitsplatzmöbel können mit einer anderen erkennbaren Form beginnen. Die Neugier des Designers gibt jeder Umgebung ein anderes Ergebnis.
