Designerporträt

Kiki van Eijk: die Skizze bleibt im fertigen Objekt

Eine Skizze kann lebendig wirken, weil sie die Bewegung einer Hand bewahrt. Kiki van Eijks Praxis erkundet, wie diese Qualität bleiben kann, wenn eine Idee zum Möbel, Textil oder zur raumfüllenden Installation wird.

Eine von Hand markierte helle Tischplatte ruht auf unterschiedlichen gerundeten und verjüngten, glasiert wirkenden Trägern.
PatinaHall editorial reconstruction. It is not a documentary photograph. Redaktionelle Rekonstruktion, kein dokumentarisches Foto. Eine farbige Fläche und geformte, tonartig wirkende Volumina bringen das Zeichnen ins Möbelstück. Die Kombination veranschaulicht die Materialidee, ohne einen bestimmten Tisch aus einem Galeriekatalog nachzubilden.
Auf dieser Seite
Kernfakten und Erkenntnisse

Auf einen Blick

Thema
Kiki van Eijk
Artikeltyp
Designerporträt
Zuletzt geprüft
25. Oktober 2026

Drei Dinge, die du behalten solltest

  1. Skizzieren und Materialversuche sind in ihrer Praxis verbunden.
  2. Spezialisierte Handwerker bringen eigene Fähigkeiten ein.
  3. Die Textilrolle des TextielLab unterscheidet sich von Theun Mosks Ausstellungsgestaltung.

Eine Spur bewahren

Kiki van Eijks 3D Collage Tables geben einer gezeichneten Spur einen Platz im Möbel. Der Studiobericht beschreibt von Hand auf Holz aufgetragene, mit Lack geschützte Wachsmalkreide sowie handgeformten glasierten Ton. Das fertige Objekt hält mehrere Herstellungshandlungen nah an seiner Oberfläche.3

Besonders deutlich wird das am farbigen Holz. Zeichnung trägt zur materiellen Oberfläche bei, sodass der Charakter einer Spur über das Skizzenbuch hinaus fortbestehen kann.

Der Galeriekatalog stellt einzelne Tische neben andere Arbeiten, darunter den Textilesketch Room Divider. Die Auswahl lässt eine Praxis über verschiedene Materialien und Maßstäbe verfolgen, statt über einen festen Objekttyp.4

Verschiedene Hände, verschiedenes Wissen

Van Eijks Studiobiografie verortet das Zeichnen früh in ihrer Jugend in Tegelen und beschreibt eine Praxis mit Möbeln, Textilien, Installationen und Papierarbeiten. Sie gibt auch der Zusammenarbeit mit versierten Handwerkern eine zentrale Rolle.1

Damit wird die Werkstatt zu einem Ort, an dem eine Idee Möglichkeiten gewinnen kann. Eine Zeichnung kann eine Form vorschlagen, doch Holz, Ton und Textil bringen unterschiedliche Wege ihrer Realisierung mit. Fachwissen bestimmt mit, was das Material tun kann.

Den Charakter der Skizze zu erhalten bedeutet nicht, dass eine Person jedes Teil machen muss. Es kann eine gemeinsame Aufgabe sein: zu entscheiden, welche Eigenschaften einer ersten Idee im weiteren Werk sichtbar bleiben sollen.

Eine gezeichnete Linie verbindet eine flache markierte Ebene, eine runde Form und eine gewebt wirkende Fläche.
Original PatinaHall schematic, not to scale. Der Charakter einer Skizze kann auch in verschiedenen Materialien und bei der Arbeit von Fachleuten erkennbar bleiben. Die Darstellung ist nicht maßstabsgerecht; die Formen sind illustrativ, keine Nachbildungen von Kikis Werk.

Den kreativen Prozess sichtbar machen

Für die Ausstellung Imaginings arbeitete das TextielMuseum mit Van Eijk und dem Bühnenbildner Theun Mosk zusammen, um Betrachtende nah an den Prozess zu bringen. Skizzen ließen sich durch Kameras untersuchen; die Installation regte dazu an, Objekte beim Gang durch den Raum zu entdecken.2

Das Museum nennt außerdem sein TextielLab als spezialisierte Werkstatt, in der viele ihrer Textilarbeiten entstanden. Ausstellungsgestaltung und Textilherstellung sind verschiedene Beiträge zur umfassenderen Darstellung ihrer Praxis.2

Ein hilfreicher Zugang zu Van Eijks Werk ist die Frage, was mitgereist ist. Eine farbige Linie, eine spielerische Kontur oder eine unerwartete Kombination kann von einer ersten Zeichnung in ein Objekt mit Gewicht und Volumen übergehen. Das fertige Ding bewahrt eine Spur der Handlung, mit der es begann.

RecherchenotizenBelege, Zusammenhänge und Grenzen

Studiobiografie, einzelne Projekte und Museumsausstellung beschreiben verschiedene Rollen. Gemeinsames Kiki-&-Joost-Branding macht nicht jedes Werk zum gemeinsamen Entwurf; die Mitwirkung an Textilproduktion oder Ausstellungsgestaltung begründet keine Zuschreibung als Möbelhersteller.

Belegübersicht

Verbundene Themen und Belege

Geprüfte Zusammenhänge

  • 3D Collage Tablesentworfen vonKiki van Eijkdokumentiert

    Das Studio nennt Kiki van Eijk als Designerin und datiert das Projekt auf 2020. Der Galeriekatalog verzeichnet einzelne Tische von 2021 mit eigenen Materialien und Maßen.

    Geprüft 25. Oktober 2026 von der PatinaHall-Redaktion.
    • Quelle 32020 project, making, materials and variants
    • Quelle 4Printed pages 48–51, individual tables; 42–43, Textilesketch Room Divider
  • Textilesketch Room Dividerentworfen vonKiki van Eijkdokumentiert

    Der Katalog der vertretenden Galerie führt Kiki van Eijks Textilesketch Room Divider als eigenständiges Werk neben den 3D Collage Tables.

    Geprüft 25. Oktober 2026 von der PatinaHall-Redaktion.
    • Quelle 4Printed pages 48–51, individual tables; 42–43, Textilesketch Room Divider

Rechercheweg

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Kiki van Eijk: AboutKiki van Eijk / Kiki & JoostAbgerufen 25. Oktober 2026
  2. TextielMuseum: Imaginings, Dutch Design by Kiki van EijkTextielMuseumAbgerufen 25. Oktober 2026
  3. Kiki van Eijk: 3D Collage tablesKiki van Eijk / Kiki & JoostAbgerufen 25. Oktober 2026
  4. Spazio Nobile: Kiki van Eijk, The New HarvestSpazio NobileAbgerufen 25. Oktober 2026