Das Werkzeug zu einem Teil der Frage machen
Kooijs Werkstattbericht beschreibt improvisierte Maschinen und einen umgebauten Roboter. Er stellt die Grenzen der Werkzeuge als Beiträge zur visuellen Sprache der Kollektion dar.1
Das erklärt die Beziehung zwischen Prozess und Objekt ungewöhnlich direkt. Die Maschine reproduziert nicht bloß eine anderswo entschiedene Form. Ihre Art, sich zu bewegen, zu pressen oder Material abzulegen, wird zu einem Teil dessen, was die Form sein kann.
Zwei Objekte, verschiedene Spuren
Die groben Schichten von Endless machen einen abgelegten Weg sichtbar.1 Meltingpot nähert sich dem Material durch einen anderen Prozess: Der heutige technische Datensatz beschreibt einen Tisch aus massivem recyceltem Kunststoff statt einer dünnen gedruckten Schale.2
Zusammen betrachtet widersetzen sich die Objekte einer einzigen visuellen Definition von Möbeln aus recyceltem Kunststoff. Eine Linie kann eine Fläche aufbauen; eine gepresste Masse kann große Farbbewegungen tragen. Unterschiedliche Prozesse geben dem Material verschiedene Lesarten.

Das Ergebnis im Blick behalten
Das Meltingpot-Blatt verzeichnet einen massiven Tisch.2 Seine Oberfläche lässt einen Materialkörper lesen, statt bloß ein auf ein anderes Material gedrucktes Muster zu sein. Das Ergebnis hält praktisches Machen und visuellen Charakter im selben Gespräch.
Das Vergnügen dieser Objekte liegt darin, das Machen ohne Vorführung bemerken zu können. Eine dicke Linie oder eine farbige massive Oberfläche kann dieselbe Frage wecken: Welches Werkzeug half diesem Material, zum Objekt zu werden? Das Möbel trägt einen Teil der Antwort in seinem Aussehen.


