Der Wand einen Rhythmus geben
Vision fordert das Auge auf, Stauraum im Maßstab des Zimmers zu lesen. Eine geschlossene Front ist eine Fläche; ein Kasten tritt als Volumen hervor; die freie Wand zwischen Kästen ist ein Zwischenraum. Ihr Verhältnis kann ebenso wichtig sein wie die Ordnung im Inneren.
Arcos Darstellung beschreibt das System durch architektonische Komposition und nennt Pierre Mazairac und Karel Boonzaaijer als Urheber des Entwurfs von 1985 für Pastoe.1 Das ist eine nützliche Beschreibung, weil das Thema größer als ein einzelner Schrank ist. Es geht um die gemeinsame Wirkung mehrerer Stauraumelemente.
Zwei Gestalter, eine gemeinsame Komposition
Der Hersteller beschreibt eine Untersuchung von Flächen, Proportionen und Stauraumvolumen. Vision erlaubt sehr unterschiedliche Anordnungen, von niedrigen Schränken bis zu Kompositionen, die wie eine Landschaft aus Volumen wirken.1
Das Vergnügen liegt in der Wahl von Beziehungen. Ein längeres horizontales Element kann einer Komposition Gewicht geben; ein kleineres versetztes Volumen kann den Blick nach oben ziehen. Die umgebende Wand gibt diesen Entscheidungen Raum, sichtbar zu werden. Das sind Lesarten des Systems, keine Regeln für eine einzig richtige Anordnung.

Die Herstellerkapitel getrennt halten
Auch Arcos Bericht nennt beide Gestalter und datiert Vision für Pastoe auf 1985.2 Er verzeichnet zudem den Übergang zu Arco im Jahr 2025. Dieses spätere Herstellerkapitel verändert die Identität der ursprünglichen Zusammenarbeit nicht.
Visions Grundgedanke übersteht wechselnde Anordnungen besonders gut. Stauraum wird zu einem Mittel, mit dem ein Zimmer gezeichnet wird: ein Platz für Dinge und eine Gelegenheit, den Räumen dazwischen Form zu geben.
