Entwurfsgeschichte

G Plan Quadrille: der Frisiertisch, der zum Schreibtisch werden konnte

Quadrilles abnehmbarer Spiegel gehörte zu einer praktischen Idee: Ein Möbel konnte als Frisiertisch im Schlafzimmer oder als Schreibtisch dienen. Offene Mitte und getrennte Schubladengruppen ermöglichen den Wechsel ohne Möbelumbau.

Eine Frisiertischfront hat zwei Schubladengruppen und rechteckige Stützen, die unter einer verbindenden Platte eine offene Mitte lassen.
Gruppierte Schubladen und eine offene Mitte erklären die vom Auktionator beschriebene Quadrille-Frisiertischkomposition. Griffformen und Stützgeometrie sind abstrahiert statt kopiert. Original PatinaHall schematic, not to scale.
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Kernfakten und Erkenntnisse

Auf einen Blick

Thema
G Plan Quadrille dressing tables
Artikeltyp
Entwurfsgeschichte
Zuletzt geprüft
17. Oktober 2026

Drei Dinge, die du behalten solltest

  1. G Plan beschreibt die Schreibtischnutzung als Teil der vorgesehenen Flexibilität des Frisiertischs.
  2. Ein abnehmbarer Spiegel verändert die obere Kontur, ohne die Schubladen umzuordnen.
  3. Die Kollektion von 1965 war dafür entworfen, dass Stücke allein oder zusammen funktionieren.

Der Spiegel sollte abnehmbar sein

Ein Quadrille-Frisiertisch ohne Spiegel kann wie ein Stück wirken, dem etwas fehlt. G Plans eigene Geschichte bietet eine interessantere Erklärung: Der Entwurf sollte sowohl als Frisiertisch im Schlafzimmer als auch als Schreibtisch im Büro oder Wohnzimmer funktionieren. Seine verstellbaren, abnehmbaren Spiegel gehörten zu dieser Flexibilität.2

Die Veränderung lässt sich leicht vorstellen. Mit einem Spiegel darüber wird die lange Platte zum Platz fürs Sitzen und Sichzurechtmachen. Entferne diese senkrechte Fläche, und dieselbe Platte öffnet sich zum Raum, bereit für Papier, Lampe oder Buch. Ihre zweite Rolle lag bereits im Entwurf, statt erst von späteren Wiederverkaufsangeboten erfunden zu werden.

Schubladen um eine sitzende Person

Die rechteckigen, schlittenförmigen Stützen geben dem Stück eine klare Kontur. Dazwischen lassen die Schubladengruppen eine mittige Öffnung für die Knie. Die Platte scheint über diesen getrennten Volumen zu schweben; so hat das Möbel eine markante Form, ohne zum massiven Block zu werden.

Ein von David Duggleby katalogisiertes erhaltenes Exemplar hat vier Schubladen und wird als Frisiertisch oder Schreibtisch beschrieben. Diese Beschreibung hilft, weil sie die abstrakte Idee zum konkreten Objekt macht: Stauraum beiderseits, eine Arbeitsfläche über die gesamte Breite und in der Mitte Platz zum Sitzen.3

Die offene Mitte erklärt auch, warum das Entfernen eines Spiegels so selbstverständlich funktionieren kann. Die untere Hälfte nimmt bereits die Haltung einer schreibenden Person auf. Fläche und Schubladen müssen nicht umgeordnet werden, um ihr einen Platz zu geben.

Zwei vereinfachte Schubladentische vergleichen eine Frisieranordnung mit frei stehendem Spiegel und eine Schreibanordnung mit geschlossenem Notizbuch.
Die Formulierung Schreibtisch oder Frisiertisch im Auktionsnachweis regt diese beiden veranschaulichenden Nutzungen an. Spiegel und Notizbuch sind erfundene Requisiten, keine Belege ursprünglich mitgelieferter Ausstattung. Original PatinaHall schematic, not to scale.

Ein Raum aus einzelnen Stücken

Das High Wycombe Furniture Archive verzeichnet eine Quadrille-Schlafzimmermöbelmappe von 1965 und nennt R. Bennett als Entwerfer. Auch G Plans Rückblick verortet die Reihe 1965 und beschreibt skandinavischen Einfluss.12

Der Hersteller sagt, die Kollektion sei so konzipiert gewesen, dass Stücke allein stehen oder zusammenwirken konnten. Das hilft, das abgeschlossene, eigenständige Erscheinungsbild des Frisiertischs zu erklären. Er gehört zu einer Möbelreihe, braucht aber nicht den ganzen passenden Raum, um sinnvoll zu sein.

Quadrilles nützlichstes historisches Detail ist daher ein kleiner Akt des Entfernens. Der abnehmbare Spiegel verändert, was über den Schubladen geschieht, während die offene Basis weiterhin zu einer sitzenden Person passt. Der vertraute Frisiertisch trägt die Möglichkeiten eines zweiten Raums bereits in seiner Form.

RecherchenotizenBelege, Zusammenhänge und Grenzen

G Plans Rückblick liefert die Darstellung des doppelt nutzbaren Entwurfs. Die indexierte Mappe des High-Wycombe-Archivs von 1965 nennt R. Bennett; G Plan schreibt den Nachnamen Bennet. Keine der Quellen belegt genaue Geschichte, Maße oder ursprüngliche Ausstattung eines einzelnen erhaltenen Exemplars.

Belegübersicht

Verbundene Themen und Belege

Geprüfte Zusammenhänge

  • G Plan Quadrille dressing tablesentworfen vonR. Bennettdokumentiert

    Das High Wycombe Furniture Archive dokumentiert R. Bennett in der Rolle des Entwerfers der G-Plan-Quadrille-Frisiertische. Diese Beziehung beschreibt die Entwurfsfamilie, nicht die Herkunft eines einzelnen gebrauchten Objekts. Der Archivsucheintrag nennt R. Bennett und E. Gomme/G Plan; der vollständige Objektbetrachter war nicht verfügbar. Der unabhängige Auktionsnachweis bestätigt die Zuschreibung an R Bennett und den Namen G Plan.

    Geprüft 6. September 2026 von der PatinaHall-Redaktion.
    • Quelle 1Design, material or production account; scope described in the evidence note
  • G Plan Quadrille dressing tablesproduziert vonE. Gomme Ltddokumentiert

    Das High Wycombe Furniture Archive dokumentiert E. Gomme in der Rolle des Herstellers der G-Plan-Quadrille-Frisiertische. Diese Beziehung beschreibt die Entwurfsfamilie, nicht die Herkunft eines einzelnen gebrauchten Objekts. Der Archivsucheintrag nennt R. Bennett und E. Gomme/G Plan; der vollständige Objektbetrachter war nicht verfügbar. Der unabhängige Auktionsnachweis bestätigt die Zuschreibung an R Bennett und den Namen G Plan.

    Geprüft 6. September 2026 von der PatinaHall-Redaktion.
    • Quelle 1Design, material or production account; scope described in the evidence note

Rechercheweg

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Quadrille bedroom furniture, GF11: G Plan New Models Folder 1965High Wycombe Furniture ArchiveAbgerufen 6. September 2026
  2. Quadrille: a dressing table designed for more than one roomG PlanAbgerufen 6. September 2026
  3. R Bennett for G Plan: Quadrille desk or dressing table, lot 144637David Duggleby AuctioneersAbgerufen 6. September 2026