Drei Schichten im Blick halten
Der Tisch bietet Maserung, durchscheinende Farbe und Druckmuster, ohne dass eines das andere auslöschen muss. Der Blick kann vom breiten farbigen Volumen zu feineren grafischen Zeichen und dann zum Holz darunter wandern.
Das Archiv von Scholten & Baijings erklärt die geschichtete Behandlung und datiert Colour Wood auf 2009.1 Stefan Scholten und Carole Baijings teilen die Urheberschaft. Farbe gehört bereits zum Nachdenken über das Objekt und ist keine abschließende Dekorwahl nach Festlegung der Form.
Schmale Teile ergeben ein großzügiges Volumen
Die Designer beschreiben das Verbinden schmaler Holzabschnitte zu einem größeren Tischvolumen.1 Die wiederholten Teile geben dem Körper seinen Rhythmus. Der Aufbau wird damit Teil der visuellen Geschichte, besonders wo eine gerundete Kontur auf wechselnde Maserungsrichtungen trifft.
Karimokus Mitteilung vom Juli 2010 führt die Kollektion in drei Größen ein und nennt Kastanie.2 Die Designerseite beschreibt dagegen Eiche.1 Der Grund dieses Unterschieds ist hier nicht belegt. Jede Beschreibung bei ihrem eigenen Eintrag zu belassen, vermeidet eine erfundene allgemeine Rezeptur.

Das Gespräch über Länder hinweg verfolgen
Karimoku New Standard bringt den Entwurf des niederländischen Duos in japanische Produktion.2 Die Geografie zählt, weil Urheberschaft und Herstellung verschiedene Beiträge sind, die in einem Möbelprojekt zusammenkommen.
Colour Wood macht dieses Gespräch im Kleinen greifbar. Seine ruhige Tischform hält Maserung, Konstruktion, Farbe und grafisches Spiel zusammen. Ein vertrautes Möbel wird zum Anlass, genauer zu betrachten, wie seine Oberfläche durchdacht wurde.
