Der größte Teil kann liegen bleiben
Jurgen Beys Tree Trunk Bench beginnt mit etwas, das bereits einen Platz zum Sitzen anbietet. Ein Baumstamm liefert Länge und Masse; einzelne bronzene Stuhllehnen machen Stellen darauf als Sitzplätze lesbar. Droog erklärt, dass die Lehnen geliefert werden, während ein Stamm vor Ort gewählt werden kann.2
Dadurch verändert sich, was transportiert werden muss. Der größte Teil kann zur Umgebung gehören; kleinere Ergänzungen bringen die Möbelidee. Ein Stück Holz wird als gemeinsamer Platz erkennbar, ohne zur üblichen Reihe gleicher Sitze gehobelt zu werden.
Eine Lehne verändert den Blick auf den Stamm
Die Bronzeformen nutzen die vertraute Sprache von Stuhllehnen. Ihre Gegenwart macht eine Einladung sichtbar: Hier ist ein Platz für jemanden, daneben noch einer. Das Bildungsmaterial des Museum of Arts and Design hebt die Verbindung vertrauter Möbelformen mit dem vorhandenen Baum hervor.3
Interessant ist ihr Unterschied. Der Stamm behält seinen unregelmäßigen Umriss, die Lehnen erinnern an eingerichtete Räume. Keines geht ganz im anderen auf. Der Reiz liegt darin, beides zugleich zu sehen, als hätten Gewohnheiten eines Wohnzimmers draußen einen Platz gefunden, ohne das ganze Zimmer mitzubringen.

Eine gemeinsame Idee, örtliche Unterschiede
CID verzeichnet das Werk mit dem Entstehungsjahr 1999; Droogs Projektseite nennt 1998.1 Dieser Unterschied bleibt Teil der Belege und wird nicht zu einer sicheren Behauptung über das erste Jahr. Übereinstimmender ist das Verhältnis zwischen ausgewähltem Stamm und hinzugefügten Lehnen.
So bleibt jede Installation offen für ein bestimmtes Stück Holz. Die Identität hängt weniger von identischen Bänken ab als von einer wiederholten, verständlichen Einladung. Jemand hat bemerkt, dass ein brauchbarer Sitzplatz fast schon da war, und ergänzt, was anderen beim Erkennen hilft.
