Die Platte trägt die Verbindung
In Joost van Bleiswijks No Screw No Glue-Konzept bestimmt die Kontur eines Teils mit, wie es auf das nächste trifft. Sein Bericht beschreibt Platten, die ineinandergeschoben werden, um ein Objekt zu bilden. Die Verbindung ist damit selbst eine zu entwerfende Form, neben der größeren Form des Möbels.2
Das Centraal Museum datiert seinen Stuhl, Objekt 35239, auf 2003 und nennt Birkensperrholz als Material. Er gibt dem umfassenderen Konzept eine bestimmte physische Gestalt: Platten aus einem vertrauten Möbelmaterial werden zu einem Sitzplatz.1
Ein interessanter Ausgangspunkt liegt dort, wo zwei Platten zusammentreffen. Ihre Beziehung hilft, flache Teile in eine räumliche Form zu verwandeln.

Eine Form wollen, eine Grenze annehmen
Van Bleiswijk beschreibt, wie er eine bestimmte Form mit Platten allein erreichen wollte. Er mochte die Grenzen, die ihm die Methode setzte. Einen Weg durch sie zu finden, gehörte zur kreativen Arbeit.2
Das rückt die Entwurfsfrage nah an das Material. Eine Kontur, die für sich überzeugend aussieht, muss weiterhin an einer größeren Anordnung teilnehmen. Ein Teil muss zum Stuhl gehören und seinen Nachbarn begegnen.
Im Interview beschreibt er, nach der Erkundung eines Materials zu einem anderen übergegangen zu sein. Neues Material brachte andere Grenzen. Das umfassendere Konzept konnte diese Veränderung durchlaufen, während jedes Objekt sein bestimmtes Material und seine Form behielt.2
Ein früher Stuhl in einer längeren Praxis
Das Museum kaufte den Birkensperrholzstuhl 2020 und nahm ihn 2021 in die Ausstellung Joost van Bleiswijk: Reconnect auf. Er blieb ein bestimmtes frühes Objekt innerhalb einer viel längeren Untersuchung.13
Der Titel hält die Herstellungsfrage sichtbar. Man betrachtet eine Platte und dann die Verbindung daneben: Die Grenze eines Teils bietet auch die Möglichkeit, das nächste in den Entwurf aufzunehmen.
