Objektgeschichte

Kokon: ein Stuhl und Tisch unter einer Haut

Kokon lässt einen Stuhl und einen Tisch durch eine gemeinsame Haut als neue Form erscheinen. MoMAs Tisch-Stuhl von 1999 ist ein bestimmtes Beispiel einer größeren Möbelfamilie, die Droog Jan Konings und Jurgen Bey gemeinsam zuschreibt.

Ein Stuhl und ein kleiner Tisch sind durch eine durchgehende klare Hülle visuell verbunden.
PatinaHall editorial reconstruction. It is not a documentary photograph. Redaktionelle Rekonstruktion, kein dokumentarisches Foto. Eine gemeinsame Haut bringt Stuhl und Tisch in eine Kontur. Die Anordnung erklärt die Überzugsidee und bildet weder die genaue Geometrie noch den Zustand von MoMAs Objekt ab.
Auf dieser Seite
Kernfakten und Erkenntnisse

Auf einen Blick

Thema
Kokon table-chair, MoMA 836.2018
Artikeltyp
Objektgeschichte
Zuletzt geprüft
25. Oktober 2026
Objekt datiert
1999dokumentiert

Drei Dinge, die du behalten solltest

  1. Hier geht es um den von MoMA verzeichneten Tisch-Stuhl, nicht um den Doppelstuhl.
  2. Droog schreibt die Familie Jan Konings und Jurgen Bey gemeinsam zu.
  3. Der PVC-Überzug verändert, wie vorhandene Möbel als Ganzes gelesen werden.

Eine Haut, zwei vertraute Formen

Ein Stuhl und ein Tisch zeigen sich gewöhnlich als getrennte Dinge. Kokon gibt ihnen eine gemeinsame Außenfläche, sodass zuerst ihre verbundene Kontur auffällt.

Das Objekt hier ist MoMAs “Kokon” Tisch-Stuhl, Nummer 836.2018, datiert 1999. Das Museum nennt Jurgen Bey und beschreibt einen mit PVC überzogenen Tisch und Stuhl, geschenkt von Droog Design.1

Droogs Beschreibung der Kokon-Familie von 1997 nennt Jan Konings und Jurgen Bey gemeinsam. Sie beschreibt alte Holzmöbel in einem schrumpfenden PVC-Überzug; verschiedene Kombinationen geben der Idee unterschiedliche Formen.2

Wenn die Oberfläche die Objekte verbindet

Der Überzug verändert den Maßstab, in dem sich das Möbel am leichtesten lesen lässt. Holzmaserung, Verbindungen und Unterschiede zwischen Stücken helfen dem Auge gewöhnlich, einzelne Teile zu erkennen. Eine gemeinsame Außenfläche betont stärker Volumen und Silhouette.

Droog beschreibt die Haut als straff und elastisch um die vorhandenen Rahmen. Die Möbel darunter liefern weiterhin die Form, während der Überzug verändert, wie diese Formen dem Auge begegnen.2

So wird die Veränderung zu einem Akt des Verbindens. Die früheren Objekte liefern Struktur und erkennbare Konturen; die neue Oberfläche fordert dazu auf, ihnen als einer Figur zu folgen.

Ein Stuhl und ein Tisch erscheinen getrennt und anschließend innerhalb einer gemeinsamen Kontur.
Original PatinaHall schematic, not to scale. Eine gemeinsame Außenhülle verändert die gemeinsame Lesart von Stuhl und Tisch. Die eigene Darstellung ist nicht maßstabsgerecht und bildet MoMAs genaue Objektgeometrie nicht nach.

Zwei Tätigkeiten in einer Kontur

Ein Tisch-Stuhl bringt einen Sitzplatz und eine Fläche für eine Tätigkeit in einem Objekt zusammen. Das unterscheidet sich vom Verbinden zweier Stühle: Zwei Möbelarten mit jeweils anderen alltäglichen Assoziationen treffen aufeinander.

Die gemeinsame Haut macht ihr Verhältnis sichtbar, bevor man sie wieder vertrauten Kategorien zuordnet. Die durchgehende Erscheinung ermutigt den Blick, dort weiterzugehen, wo ein Objekt sonst zu enden schiene.

Der Stuhl deutet weiterhin einen Sitzplatz an, der Tisch eine nutzbare Fläche. Der Überzug verändert, wo das eine zu enden und das andere zu beginnen scheint.

RecherchenotizenBelege, Zusammenhänge und Grenzen

MoMAs Eintrag zum Objekt von 1999 und Droogs Beschreibung der auf 1997 datierten Familie haben unterschiedliche Geltungsbereiche. Der Tisch-Stuhl behält seine eigene Identität; gemeinsame Familienautorschaft, andere Varianten und Herstellerangaben anderer Museumsobjekte werden nicht stillschweigend zusammengeführt.

Belegübersicht

Verbundene Themen und Belege

Geprüfte Fakten

  • Objekt datiert 1999dokumentiert

    MoMA datiert Tisch-Stuhl 836.2018 auf 1999. Droogs gesonderter Bericht über die auf 1997 datierte Familie behandelt mehrere unterschiedliche Formen.

    Geprüft 25. Oktober 2026 von der PatinaHall-Redaktion.
    • Quelle 1Object title; 1999; medium; gift credit; accession
    • Quelle 2Family credit/date and variant list

Geprüfte Zusammenhänge

  • Kokon table-chair, MoMA 836.2018zugeschriebenJurgen Beyzugeschrieben

    MoMA nennt Jurgen Bey für diesen Tisch-Stuhl. Droog schreibt die umfassendere Kokon-Möbelfamilie Jan Konings und Jurgen Bey gemeinsam zu.

    Geprüft 25. Oktober 2026 von der PatinaHall-Redaktion.
    • Quelle 1Object title; 1999; medium; gift credit; accession
    • Quelle 2Family credit/date and variant list
  • Kokon table-chair, MoMA 836.2018verwendet MaterialPVC covering of Kokon furnituredokumentiert

    MoMA beschreibt einen mit PVC überzogenen Tisch und Stuhl. Droog erklärt die straffe Haut der Familie um alte Möbel und unterscheidet den Tisch-Stuhl von ihrer Doppelstuhlform.

    Geprüft 25. Oktober 2026 von der PatinaHall-Redaktion.
    • Quelle 1Object title; 1999; medium; gift credit; accession
    • Quelle 2Family credit/date and variant list

Rechercheweg

Quellen und weiterführende Literatur

  1. MoMA, Kokon table-chair 836.2018The Museum of Modern ArtAbgerufen 25. Oktober 2026
  2. Droog, Kokon Furniture by Konings & BeyDroogAbgerufen 25. Oktober 2026