Eine Form, mehrere mögliche Objekte
Die Cirkel-Kollektion beginnt mit einer gemeinsamen geometrischen Idee. Das Studio beschreibt das Komponieren, Schneiden und Verdrehen einer Kreisfläche, das Hinzufügen oder Entfernen von Linien und den Einsatz unterschiedlicher Materialien und Farben.1
Coffee Table 01 gehört zu dieser größeren Übung. Die Kollektion umfasst auch Wandleuchten, Spiegel und eine angelehnte Leuchte und gibt dem Kreis damit verschiedene Beziehungen zum Raum.1
Das macht die Geometrie interessant. Ein Kreis kann Umfang, Fläche oder Ausgangspunkt eines Teils der Tragform sein. Das Wiedererkennen bleibt, während sich die Rolle ändert. Verwandte Objekte bleiben sichtbar verbunden, ohne identisch zu werden.
Ein Kreis kann mehr als eine Ebene werden
Vom gezeichneten Umriss zum Möbel zu wechseln bringt Richtung ins Spiel. Eine horizontale Fläche bietet Dingen Platz; eine senkrechte oder geneigte Ebene verändert den Stand des Objekts im Raum. Derselbe gebogene Umriss kann je nach Ausrichtung eine andere Rolle nahelegen.
Die Darstellung von Schneiden und Verdrehen des Studios hilft, diese Veränderungen zu lesen. Interessant ist, was eine einfache Form werden kann, wenn sie als Material im Raum statt nur als Linie auf Papier behandelt wird.1
Materialien schaffen einen weiteren Unterschied. Coffee Table 01 ist in pulverbeschichtetem Aluminium mit Nussbaum- und Eschenfurnier spezifiziert. Metall und beide Holzfurniere können im gemeinsamen geometrischen Vokabular ihren eigenen sichtbaren Charakter behalten.1
Das Ergebnis gibt dem Blick eine kleine Aufgabe: den Kreis finden und dann verfolgen, wie sich seine Rolle verändert, während das Objekt zum nutzbaren Tisch wird.

Zwei Designer eröffnen der Form Möglichkeiten
Das Nieuwe Instituut identifiziert die Partner der Eindhovener Praxis als Daphna Isaacs Burggraaf und Laurens Manders. Ihr gemeinsamer Studioname sollte mit dieser Zusammenarbeit verbunden bleiben.2
Das Cirkel-Projekt wurde ursprünglich als Galerieeditionen von Galerie Gosserez in Paris herausgegeben. Das Experiment steht damit innerhalb einer Kollektion statt als einzelne isolierte Zeichnung.1
Diese Kollektion macht den Ausgangspunkt besonders reizvoll erkennbar. Sobald der Kreis sichtbar wird, lassen sich Entscheidungen über Richtung, Material und Gebrauch verfolgen. Ein bescheidenes geometrisches Vokabular hat mehrere Möglichkeiten erhalten, einen Raum zu bewohnen.
