Mit dem kleinen Ritual beginnen
Eine Garderobe hat eine klare Aufgabe: entgegennehmen, was Besucher nicht tragen möchten. Merry-Go-Round nahm diesen praktischen Moment ernst genug, um ihn einprägsam zu machen. Die hängenden Mäntel wurden Teil des sichtbaren Raumlebens, statt hinter einer Theke zu verschwinden.
Boijmans verzeichnet den Auftrag 2008 und nennt Wieki Somers und Dylan van den Berg über Studio Wieki Somers.1 Es handelt sich um ein bestimmtes Museumsartefakt, Inventarnummer V2669a-o(KN&V), mit Ort und Geschichte.
Aufbewahrung in die Luft verlagern
Das Studio beschreibt eine Anregung durch hängende Aufbewahrung für Bergleute, entwickelt mit Seilen, Rollen, Gewichten und Schließfächern.2 Die angehobenen Mäntel machten den Boden frei und gaben dem Eingang ein Feld über den Köpfen, das sich mit ankommenden und abgeholten Dingen veränderte.
Darin liegt die bemerkenswerte Möbelidee. Eine Tätigkeit, die meist als Dienst am Rand eines Raums gilt, kann den Raum selbst ordnen helfen. Die aufbewahrten Gegenstände werden gemeinsam präsent und bleiben zugleich alltägliche Mäntel.

Dem Eintrag seine eigene Zeit lassen
Das Museum nennt 2008, die Studioarchivseite trägt 2009.12 Die Angaben müssen nicht in ein einziges Datum gezwungen werden. Das Datum auf der Archivseite belegt für sich kein anderes Entstehungsdatum und erklärt auch nicht den Unterschied.
Boijmans führt das Werk heute im Depot.1 Sein ursprünglicher Betrieb bleibt eine reizvolle Designgeschichte: Ankunft, Aufbewahrung und Präsentation kamen in einer Begegnung zusammen. Die Garderobe zeigte, wie ein vertrautes praktisches Ritual einem Museumseingang Charakter geben kann.
